STARKE WIRTSCHAFT UND GUTE ARBEIT

STARKE WIRTSCHAFT UND GUTE ARBEIT

Hamburg ist eine wirtschaftlich starke Stadt der Chancen. So viele Menschen wie nie zuvor finden hier eine gute Beschäftigung. Wir setzen uns für fair bezahlte und familienfreundliche Arbeit, für wirtschaft- lichen Erfolg und für einen starken gesellschaft- lichen Zusammenhalt in Hamburg ein.

HAMBURGS STARKE WIRTSCHAFT

WIRTSCHAFTSMETROPOLE HAMBURG: STARK UND MODERN – Hamburg ist ein international bedeutender Industrie- und Wirtschaftsstandort – mit der traditionellen Hafenwirtschaft und dem Handel, aber auch mit neuen Branchen wie der Luftfahrt und der Windenergie. Der Gesundheitssektor boomt, IT-, Medien- und Digitalwirtschaft entwickeln sich gut. Wir haben ein starkes Handwerk und liegen bei der Gründung von Unternehmen und Start-ups vorn.

WIRTSCHAFTSSTANDORT STÄRKEN, KLIMAZIELE ERREICHEN – Wir setzen auf neue Unternehmen, die Beschäftigung und Wertschöpfung nach Hamburg holen und offen sind für Innovationen. Um unsere Klimaziele zu errei- chen, wollen wir die CO2-Emissionen in allen Berei- chen der Wirtschaft senken und auf fossile Brennstoffe verzichten. Gleichzeitig stärken wir den Wirtschafts- standort Hamburg und geben dem Hafen neue Impulse.

GUTE ARBEIT, GUTES LEBEN

JOBWUNDER HAMBURG – Hamburg ist eine Stadt der Chancen. So viele Menschen wie nie zuvor finden hier einen sicheren Arbeits- platz. Aber das allein reicht uns nicht: Wir wollen, dass Arbeit fair bezahlt und familienfreundlich gestaltet wird. Wir werden weiterhin dafür sorgen, dass die Grundsätze „Guter Arbeit“ überall gewährleistet werden und die Stadt dabei Vorbild ist. Für städtische Beschäftigte, Landesbetriebe und öffentliche Unter- nehmen haben wir deshalb einen Mindestlohn von zwölf Euro eingeführt.

KEINE GRUNDLOSE BEFRISTUNG VON ARBEITSVERTRÄGEN – Gute Arbeit ist und bleibt die Grundlage gesellschaftlichen Wohlstands. Deswegen setzen wir uns dafür ein, dass befristete Arbeitsverträge im öffentlichen Dienst und bei den städtischen Unternehmen die Ausnahme sind und für Befristungen strenge Regeln gelten.

AUS UNSEREM REGIERUNGSPROGRAMM

Hamburg ist eine Stadt der Chancen und der guten Arbeit. So viele Menschen wie nie zuvor finden in Hamburg eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Aber Arbeit muss auch fair bezahlt werden, familienfreundlich und altersgerecht gestaltet sein. Wir werden weiterhin, insbesondere in allen von der Stadt beeinflussbaren Bereichen, dafür Sorge tragen, dass die Prinzipien von „Guter Arbeit“ überall gewährleistet werden – die Stadt muss Vorbild sein. Für die Zuwendungsempfänger der Stadt wollen wir eine entsprechende Tarifvorsorge im Haushalt vorhalten, um strukturelle Tarifentwicklungen besser ausgleichen zu können.

Arbeit ist und bleibt die Quelle gesellschaftlichen Wohlstands. Aber wir können uns nicht mit dem Erreichten zufrieden geben. Deswegen werden wir uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass befristete Arbeitsverträge in unseren Einflussbereichen wie dem öffentlichen Dienst oder öffentlichen Unternehmen die Ausnahme sind und für eine Befristung strenge Regularien gelten.

Auf Bundesebene setzten wir uns weiter dafür ein, die sachgrundlose Befristung abzuschaffen.

Gute Arbeit ist Voraussetzung für Teilhabe, Selbstbestimmung und Anerkennung. Deshalb
wollen wir die Möglichkeiten, die der Bund zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit mit dem Teilhabechancengesetz geschaffen hat, besonders gut nutzen, indem wir auch in öffentlichen Unternehmen und unseren Landesbetrieben mehr geförderte Arbeitsverhältnisse etablieren. Wir werden zusätzlich aus landeseigenen Mitteln besondere Projekte unterstützen, die es ermöglichen, Menschen zu aktivieren, die besondere Unterstützung benötigen.

Hierzu zählen insbesondere Alleinerziehende, die es beim (Wieder-)Einstieg in das Berufsleben besonders schwer haben. Sie wollen wir mit besonderen Angeboten wie Teilzeitqualifizierungen oder geförderter Teilzeitausbildung und Coachings besonders unterstützen.

Wir haben einen Mindestlohn von 12 Euro für städtische Beschäftigte, die Landesbetriebe und die öffentlichen Unternehmen eingeführt. Wir werden regelmäßig überprüfen, ob dieser Landesmindestlohn auskömmlich ist und ihm bei Bedarf darüber hinaus zu erhöhen.

Damit gute und faire Arbeitsbedingungen auch für unsere Auftragnehmerinnen und Auftragnehmer bei städtischen Vergaben gelten, werden wir unser Vergabegesetz überarbeiten und die Tarifbindung und die Einhaltung des Hamburger Mindestlohns von zunächst 12,00 Euro pro Stunde zu einem Kriterium machen.

Zur Sicherung guter Arbeit gehört auch der entschlossene Kampf gegen Arbeitsausbeutung und Sozialleistungsmissbrauch. Wir werden die gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit, dem Jobcenter, der Familienkasse, den Bezirken und der Sozialbehörde ins Leben gerufenen Aktionstage zur Aufdeckung von ausbeuterischen Wohnverhältnissen künftig auch gemeinsam mit dem Zoll auf Arbeitsstellen und Arbeitgeber ausweiten. Wer von Arbeitsausbeutung betroffen ist, wird von uns dabei unterstützt, seine Ansprüche gegen eine Arbeitgeberin oder einen Arbeitgeber durchzusetzen.

Azubiwohnheime

Wer auf dem Weg ins Berufsleben ist, braucht Wohnraum als Grundlage für den Start in diesen wichtigen neuen Lebensabschnitt. Wir schaffen Wohnungsmöglichkeiten für Auszubildende. Das spielt auch im Rahmen der Fachkräftestrategie und der Wohnungspolitik des Senats eine herausragende Rolle.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen, von denen sich viele im Bereich der beruflichen Ausbildung engagieren, haben in der Regel nicht die Möglichkeiten und Ressourcen, ein eigenes Wohnangebot für potenzielle Auszubildende bereitzustellen. Deshalb setzen wir, gemeinsam
mit Trägern wie z. B. dem Azubiwerk, alle Anstrengungen zur Schaffung von Wohnheimen für Auszubildende fort. Wir wollen erreichen, dass in der nächsten Dekade hamburgweit mindestens 2.500 neue Wohnheimplätze entstehen. Die Wohn- und Lebenssituation von Auszubildenden und Fachschülerinnen und -schülern soll Bestandteil der Fachkräftestrategie des Senates sein. Wir wollen eine eigene Förderrichtlinie für wohnbegleitende Beratung für Azubiwohnheime schaffen. So sollen insbesondere junge Menschen, die in Hamburg mit ihrer Ausbildung auch einen neuen Wohnort finden, gut in der Stadt ankommen und Fuß fassen.

Lebenslanges Lernen

Die zunehmende Digitalisierung und der dadurch ausgelöste Strukturwandel verändern Teile der Arbeitswelt und damit auch die Erwartungen an die Beschäftigten. Immer schneller verändern sich Berufe und es entstehen neue Berufe. Dazu kommt der demographische Wandel, durch
den Hamburg älter und vielfältiger wird. Alles zusammen führt dazu, dass wir in Hamburg gute Rahmenbedingungen für ein lebenslanges Lernen weiterentwickeln und ausbauen müssen.

Eine gute Ausbildung eröffnet den Einstieg in das Berufsleben und ermöglicht danach vielfältige berufliche Karrierewege. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten haben dafür gesorgt, dass Hamburg mit der stark ausgebauten Berufsorientierung an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, dem Hamburger Institut für Berufliche Bildung, der Jugendberufsagentur und dem Fachkräftenetzwerk diesen Schritt sehr gut begleitet und auf neue Entwicklungen schnell und übergreifend abgestimmt reagiert. Wir werden die Weiterqualifizierungsanforderungen

der Digitalisierung im Fachkräftenetzwerk in einer eigenen Arbeitsgruppe gemeinsam mit Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen, Kammern und Bildungsträgern zum Thema machen und modulare Angebote entwickeln, die auch eine nebenberufliche Weiterbildung besser ermöglichen als bisher. Bei dieser Gestaltungsaufgabe werden wir uns auch auf die Arbeitswissenschaft stützen. Denn es geht nicht nur um einen technischen Blickwinkel, sondern um die menschengerechte Gestaltung des Wandels. Wir werden eine Beratungseinrichtung schaffen, auch als Ansprechpartner für kleine und mittlere Unternehmen, für Betriebsräte und für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die von konkreten Transformationsprozessen betroffen sind: Ein Innovations- und Transfercenter Arbeit 4.0.

Doch wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wissen, dass Lebenswege manchmal viele Kurven nehmen. Manche jungen Menschen verpassen ihren gewünschten Schulabschluss oder brechen die Schullaufbahn ab, andere beginnen eine Erstausbildung erst nach ihrem 25. Lebensjahr. Auch gibt es viele Menschen, die sich eine zweite Berufsausbildung oder eine Umschulung wünschen.

Hamburg bietet eine vielfältige Bildungslandschaft für Erwachsene, die ihren Schulabschluss nachholen oder sich anderweitig qualifizieren möchten. Wir wollen diese oftmals sehr differenzierten Angebote der Erwachsenenbildung an einem Ort bündeln und damit eine zentrale Anlaufstelle schaffen, in der auf unterschiedlichen Wegen ein Abschluss erworben werden kann.

Wir werden uns im Bund mit einer Initiative dafür stark machen, dass die Förderung und finanzielle Unterstützung von Menschen, die Qualifizierungen nachholen möchten, künftig auch länger als bis zum 25. Lebensjahr möglich ist. Dazu werden wir die erforderlichen Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen über den Bundesrat voranbringen.

Die jetzige Zuständigkeitsgrenze der Jugendberufsagentur bis zum 25. Lebensjahr muss dann ebenfalls angehoben werden. Denn es ist aus unserer Sicht erforderlich, diese Altersgrenze
der Jugendberufsagentur zu öffnen und die erprobten und erfolgreichen Strukturen so weiterzuentwickeln, dass auch über 25-Jährige davon profitieren können, wenn diese sich beruflich neu orientieren wollen oder müssen. Auch jüngere Erwachsene müssen optimal erreicht und begleitet werden. Wir wissen: Das geht am besten, wenn sich alle zuständigen Behörden und weiteren Akteure gut miteinander abstimmen.

Lebenslanges Lernen bedeutet auch, dass der Strukturwandel in vielen Bereichen eine Chance
für eine berufliche Neuausrichtung und nicht das Ende von Arbeitsverhältnissen ist. Das Qualifizierungschancengesetz ist ein wichtiger Meilenstein dabei, Beschäftigten über ihr gesamtes Berufsleben Beratung und berufliche Neuorientierung zu ermöglichen. Dank sozialdemokratischer Politik wurde der Personenkreis stark ausgeweitet, der eine Weiterbildungsförderung erhalten kann, weil ihre berufliche Tätigkeit durch Technologien ersetzt oder vom Strukturwandel betroffen sein wird. Man muss nun nicht mehr erst arbeitslos werden oder zumindest von Arbeitslosigkeit bedroht sein, um Rat und Unterstützung der Agentur für Arbeit zu erhalten. Wir wollen in Hamburg dafür sorgen, dass alle Möglichkeiten dieses Bundesgesetzes erfolgreich für die Beschäftigten
und Betriebe in Hamburg genutzt werden. Hier werden wir Kammern und Unternehmensverbände einbeziehen, damit die Bildungsangebote gut mit dem Arbeitsleben vereinbar sind. Wir wollen, dass Weiterbildungsberatung und Weiterbildung greifen, bevor Digitalisierung und Strukturwandel zu Arbeitslosigkeit führen. Deshalb werden wir zu diesen Themen das Fachkräftenetzwerk gezielt weiter ausbauen und die Partner der Weiterbildung noch enger einbinden. Auf Bundesebene setzen wir uns für einen gesetzlichen Rechtsanspruch auf berufliche Weiterbildung ein. In Hamburg wollen wir auch hier vorangehen und gemeinsam Möglichkeiten schaffen, allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die beruflichen Weiterbildungsangebote zu garantieren, die sie für eine gute und sichere berufliche Zukunft brauchen. Wir gehen so einen Hamburger Weg für Weiterbildung.

Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen weitere Hürden auf Bundes- und Landesebene abbauen. Beschäftigte, die noch keine Erstausbildung absolviert haben und dann
den Mut fassen, im Rahmen einer Umschulung eine Erstausbildung zu absolvieren, brauchen meist die volle für den Beruf übliche Lernzeit und schaffen das Lernpensum nicht innerhalb der bisher vorgeschriebenen zwei Jahre. Wir werden uns auf Bundesebene dafür einsetzen, dass Umschulungen mit einer 3- bzw. 3,5-jährigen Lernzeit ermöglicht und auch finanziert werden. Wer dann schneller den Abschluss und den Wiedereinstieg in das Arbeitsleben erreichen kann, dem sollte die Möglichkeit einer vorgezogenen Abschlussprüfung offen stehen.

Wer ohne Berufsausbildung sofort wieder Arbeit findet, verdient oft mehr als das zu erwartende Arbeitslosengeld, das während der Umschulungsphase finanziert wird. Auch Menschen, die schon Familie haben, müssen noch einmal neu beruflich durchstarten können, ohne in ihrer Existenz gefährdet zu werden. Wir werden uns auf Bundesebene dafür einsetzen, dass das Arbeitslosengeld während einer Umschulung angemessen erhöht wird.

Allgemeine und berufliche Weiterbildung ist für uns der Schlüssel für die Sicherung unserer Wirtschaftsstärke und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Deswegen ist es gut, dass der Bund mit einer Nationalen Weiterbildungsstrategie zentrale Handlungsfelder benennt, um Weiterbildung attraktiver und zeitgemäßer zu machen. Um auf Landesebene diese Handlungsfelder aufzugreifen, aber auch, um die Weiterentwicklung der allgemeinen und beruflichen Weiterbildung in Hamburg systematisch zu stärken und regionale Handlungsfelder zu identifizieren, werden wir eine Hamburger Weiterbildungsstrategie entwickeln.

Hafenentwicklung

Der Hamburger Hafen ist der größte und bedeutendste deutsche Hafen und einer der drei größten Containerhäfen Europas. Als Universalhafen deckt der Hamburger Hafen durch den Umschlag von Containern, festem und flüssigem Massengut sowie konventionellem Stückgut sämtliche Ladungskategorien umfassend ab.

Nur mit uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten hat der Hafen eine Zukunft! Unser mit der Hafenwirtschaft, Gewerkschaften und Verbänden entwickelter Hafenentwicklungsplan von 2012 war eine wichtige Zäsur nach jahrelanger Untätigkeit seitens der Vorgängersenate. Gemeinsam konnten wichtige Weichen gestellt werden, was unsere Hafenpolitik bis heute prägt.

Doch vor uns stehen Zeiten des Wandels und der weltwirtschaftlichen Unsicherheit. Es gilt, die darin liegenden Chancen zu erkennen und für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Hafens und damit für ein wirtschaftsstarkes Hamburg zu nutzen. Der von uns initiierte Hafendialog soll weitergeführt und dazu dienen, den Hafenentwicklungsplan fortzuschreiben und durch neue Entwicklungsperspektiven zu ergänzen.

2018 wurden insgesamt rund 330 Millionen Euro für den Betrieb und die Modernisierung des Hamburger Hafens zur Verfügung gestellt, davon allein rund 164 Millionen Euro für neue Infrastrukturprojekte. Das ist ein klares Signal für den Hafen. Wir werden auch zukünftig die öffentliche Finanzierung des Hafens so gestalten, dass wir unserem Anspruch der Modernisierung der Hafeninfrastruktur gerecht werden. Wir haben insbesondere die Mittel für den Hafenbetrieb gegenüber der bisherigen Mittelfristplanung erheblich aufgestockt.

Klar ist für uns: Der Hafen bleibt im Besitz der Stadt. Dieses Prinzip werden wir niemals aufgeben!

Wir investieren in die Zukunftsfähigkeit des Hafens: Wir setzen die Fahrrinnenanpassung konsequent um, denn der Hafen muss für größere Schiffe besser erreichbar sein. Die Containerschifffahrt ist auch in Zukunft eine wichtige Säule des Hafenumschlags. Realisiert werden darüber hinaus zentrale Infrastrukturprojekte wie die Entwicklung von Steinwerder Süd, der Ausbau des Großschiffliegeplatzes Finkenwerder, die Westerweiterung, die Erneuerung der Kattwykbrücke, der Neubau der Veddelkanalbrücken, die Verkehrsanbindung Burchardkai und der Bau neuer Straßenbrücken. In Planung sind zudem Großprojekte wie die Grundinstandsetzung der Freihafenelbbrücke. Wir werden diese Projekte realisieren und die weiteren Bedarfe ermitteln, um den Hafen zukunftsfest zu machen.

Hamburg als Innovations- und Gründerstandort

Der Erfolg der Hamburger Wirtschaft hängt entscheidend davon ab, ob wir es weiterhin schaffen, unsere als traditionsreiche Hansestadt ausgeprägte Innovationsfreude und Internationalität systematisch auszubauen. Es ist uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten seit 2011 gelungen, Hamburg als Metropole für wissensbasierte Innovation zu etablieren. Doch das war erst der Anfang.

Mit der Innovations-Allianz und wegweisenden strategischen Leitlinien haben wir Hamburg als Innovationsstandort erfolgreich vorangebracht. Es ist jetzt an der Zeit, einen neuen Rahmen
zu schaffen, in dem Wissenschaft, new und old economy zusammenarbeiten. Wir wollen Unternehmen, Verbände und die Spitzeninstitute in unserer Stadt zusammenbringen, um die Innovationsstrategie neu aufzulegen und dabei einen breiteren Ansatz zu wählen, der neben den klassischen Wirtschaftsthemen auch im Bereich Wissenschaft, Bildung und Kultur strategische Handlungsfelder identifiziert, die Hamburg als Innovationsstandort an die Spitze befördern sollen. Diese Innovationsstrategie muss mit der Wissenschaftsstrategie der Stadt im Einklang stehen und entsprechende Profile erstellen, die auf internationalem Niveau betrieben werden sollen.

Ein zentraler Baustein unserer Innovationsstrategie sind die Innovationsparks in Bahrenfeld, Harburg, Bergedorf und Finkenwerder. Diese wollen wir nicht nur als Gewerbegebiete,
sondern als Innovationsökosysteme entwickeln. Dazu gehört, diese Gebiete aus einer Stadtentwicklungsperspektive zu gestalten und die erforderliche Infrastruktur zu schaffen, die dann als Gesamtpaket für Forschungsinstitute und Unternehmen vermarktet werden kann.

Im Hinblick auf unser Vorhaben, Hamburg zur Modellstadt für den Klimaschutz zu machen, wollen wir Green Technology stärker in den Fokus der Innovationsparks nehmen und damit Industrie und Forschung bei der Entwicklung neuer Technologien als strategische Partner zusammenbringen.

Neben den staatlichen Infrastruktur- und Förderprogrammen sind es auch die Firmen selbst, die ermutigt werden müssen, firmeneigene Innovationshubs zu gründen oder sich an Inkubatoren zu beteiligen. Dafür wollen wir im Rahmen der neuen Innovationsstrategie die Weichen stellen.

Digitalisierung als Treiber für Innovationen

Der Wirtschaftsstandort Hamburg verfügt über Eigenschaften, die auch in Zukunft gefragt
sind und Innovation fördern: Dazu gehören unternehmerische Tradition, eine große Breite an Innovationstreibern (Hochschulen, Gründer, Startups), hoch qualifiziertes Personal, Infrastruktur und vor allem eine diversifizierte und zukunftsfähige Wirtschaftsstruktur mit zahlreichen mittelständischen „Hidden Champions“ in den unterschiedlichsten Branchen von der Industrie über Hafenlogistik bis hin zu Dienstleistungen und Kreativunternehmen. Die Vernetzung der Hamburger Wirtschaft mit dem Umland, Europa und der Welt ist heute so eng und intensiv wie in wenigen anderen deutschen Städten.

Wir sehen die Digitalisierung und die damit verbundenen Transformationskräfte als dauerhafte Chance. Wir sind davon überzeugt, den Strukturwandel aktiv gestalten zu können, indem wir Hamburgs Wettbewerbsvorteile konsequent weiterentwickeln und auf eine neue Ebene heben. Dabei sehen wir im Aufbau eines international wettbewerbsfähigen Innovationsökosystems einen entscheidenden Faktor.

Für den Standort Hamburg und seine Unternehmen spielt die „Digitale Transformation“ für die weitere Entwicklung eine zentrale Rolle. Der Begriff steht für den Prozess, ein Geschäft neu zu definieren, Prozesse zu digitalisieren und Beziehungen über mehrere Wertschöpfungsstufen hinweg zu erweitern. Innovation ist in diesem Zusammenhang mehr als bloß technologische, forschungsgetriebene Weiterentwicklung. Faktoren wie Kreativität und Offenheit spielen zunehmend eine entscheidende Rolle. Innovation entsteht immer häufiger entlang nicht-linearer Wege, abseits bekannter Pfade und kann mit vergleichsweise wenigen Ressourcen von kleinen Teams vorangetrieben werden. Die zunehmende Komplexität von Innovationsprozessen erfordert Kooperationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie neue Innovationspartnerschaften. Vernetzung hilft, unternehmensinterne (Know-how-) Engpässe zu überwinden, Risiken zu teilen, Ressourcen zu schonen und den Einstieg in neue Technologie- und Geschäftsfelder zu erleichtern.

Tourismus

Hamburg wird weltweit immer bekannter und beliebter – Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland kommen gerne nach Hamburg. Die kulturelle und touristische Anziehungskraft unserer Stadt zählt zu den zentralen und zunehmend bedeutungsvollen Wettbewerbsfaktoren. Der Tourismus ermöglicht eine große Vielfalt an Freizeit-, Sport- und Kulturangeboten und erhöht damit die Attraktivität der Stadt auch für die Hamburgerinnen und Hamburger.

Mit Hilfe der Kultur- und Tourismustaxe nutzen wir die gute touristische Entwicklung Hamburgs, um zusätzliche Maßnahmen im Bereich Kultur, Medien und Sport in der Stadt zu initiieren oder zu unterstützen.

Mit dem Bau des neuen Kreuzfahrtterminals in der Hafencity schaffen wir einen neuen attraktiven Anlaufpunkt in der HafenCity, der sich gut in den neuen Stadtteil einfügt. Wir setzen uns für faire und gute Arbeitsbedingungen in der Hotellerie und Gastronomie ein, denn nur so werden die Betriebe auch ausreichend Fachkräfte und Auszubildende finden. Unsere digitalen Angebote wollen wir zu einer modernen HamburgApp weiterentwickeln, damit Hamburgerinnen und Hamburger, aber auch Touristen sich einfach und digital durch die Stadt bewegen können.

Ganz Hamburg bietet tolle Attraktionen und Sehenswürdigkeiten. Daher wollen wir mit Hamburg- Marketing Strategien entwickeln, wie auch Regionen außerhalb des Zentrums, also zum Beispiel Harburg, Bergedorf oder der Hamburger Osten, touristisch besser beworben werden können. Im Rahmen unseres Innenstadtkonzepts, bei der Verkehrs- und Veranstaltungsplanung wollen wir eng mit den Akteuren im Tourismus zusammenarbeiten – denn gemeinsam können wir am besten so planen, dass sich der Tourismus und die Lebensqualität für die Hamburgerinnen und Hamburger gleichermaßen gut entwickeln.

Das alles und noch viel mehr

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