MODERNE MOBILITÄT FÜR HAMBURG

MODERNE MOBILITÄT FÜR HAMBURG

Als Sprecherin der SPD-Fraktion für Verkehr, Tourismus und die Metropolregion Hamburg steht für mich im Fokus, die Zukunft der Mobilität in Hamburg zu gestalten. Gute Mobilität bedeutet Lebensqualität, Klimaschutz und Teilhabe!

Mein Ziel ist, in unserer Stadt die Verkehrsinfrastruktur so ausbauen, dass es weiterhin möglich ist, auf unterschiedlichen Wegen durch die Stadt zu kommen. Bus, Bahn, Auto Fahrrad und zu Fuß – die SPD steht für einen echten Mobilitätsmix.

SAUBERE, SICHERE UND ZUVERLÄSSIGE MOBILITÄT

Der Ausbau des ÖPNV und der Angebote bei Bus, Bahn sowie auch Fähre steht an erster Stelle! Wir wollen den modernsten und leistungsfähigsten ÖPNV als Rückgrat der Mobilität in unserer Stadt. Wir wollen die Attraktivität so steigern, dass die Fahrt mit einem eigenen Auto in den meisten Fällen gar nicht mehr nötig ist. So machen wir unsere Stadt sauberer und auch die Mobilität für diejenigen, die auf das Auto angewiesen sind, besser.

Mit unserer in 2018 gestarteten Mobilitätsoffensive bauen wir das Angebot bei Bussen, Bahnen und neuen Mobilitätsangeboten aus – mit besserem Takt und mehr Kapazität auf vielen Linien, auch im Hamburger Norden.

Statt auf das Nachfrageverhalten zu reagieren, werden wir schrittweise neue Angebote schaffen und damit das Umsteigen gezielt erleichtern. Auch in den Gebieten, die nicht durch das U- und S-Bahnnetz direkt angebunden sind, muss das Angebot noch spürbar dichter und besser werden.

Unser großes Ziel ist der „Hamburg-Takt„: Bis 2030 wollen wir erreichen, dass alle Bürgerinnen und Bürgern in ganz Hamburg von morgens bis in die Abendstunden innerhalb von 5 Minuten ein öffentliches Nahverkehrsangebot erreichen können. Dadurch kann man dann ohne Auto zu jeder Zeit komfortabel unterwegs sein und pünktlich ans Ziel kommen. Die meisten Busse und Bahnen werden dann mindestens alle 5 Minuten verkehren, so dass Fahrpläne überflüssig werden.

Um den Hamburg-Takt bis 2030 zu realisieren, werden wir das MetroBus- ebenso wie das StadtBus-Netz ausbauen sowie neue Quartiersbusse und Expressbusverbindungen zwischen bedeutenden Stadtzentren schaffen. Auch alle anderen Buslinien sollen stetig ausgebaut und verstärkt und schrittweise elektrifiziert werden. Die Anzahl der Bushaltestellen in unserer Stadt wollen wir um mehrere hundert erhöhen. Damit verkürzt sich für viele der Weg von der Haustür zum ÖPNV. Wo es sinnvoll ist, werden wir weitere Busspuren und Ampelvorrangschaltungen einrichten, um dem Busverkehr Vorfahrt einzuräumen. Den Schnellbuszuschlag werden wir perspektivisch vollständig abschaffen.

Hier können Sie nachlesen, welche Verbesserung bei Bus und Bahn zuletzt seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 umgesetzt wurden: https://www.hvv.de/resource/blob/28790/076c2cc3ddfd8377d02b79b2bf63a9e2/191127-hvv-pm-anhang-massnahmen-angebotsoffensive-ii-data.pdf

Barrierefreie Teilhabe

Mobilität für alle bedeutet auch, dass wir den barrierefreien Ausbau im öffentlichen Nahverkehr weiter vorantreiben. Dazu zählt nicht nur der konsequente barrierefreie Ausbau von U- und S-Bahn-Stationen. Auch bei Kreuzungsumbauten und Straßensanierungen werden wir besonderes Augenmerk auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen legen. Im Zuge der Sanierung von Straßen werden wir die Bushaltestellen barrierefrei umbauen, mit Sonderborden für einen bequemen Einstieg und taktilen Leitelementen für sehbehinderte Fahrgäste.

Ausgewogene Ticketpreise

Alle sollen sich das Angebot des ÖPNV in Hamburg leisten können. Deshalb setzen wir auf Tarife, die übersichtlich, verständlich und sozial ausgewogen sind. Deshalb haben wir die HVV- Preissteigerungen in diesem Jahr zum ersten Mal auf den Inflationsausgleich begrenzt. Außerdem werden Seniorinnen und Senioren das HVV-Seniorenticket ab dem 15.12.2019 rund um die Uhr nutzen können.

Wir werden dafür sorgen, dass es einen einheitlichen Tarif für alle gibt, die in unserer Stadt leben, lernen und sich qualifizieren. Wir wollen ein gemeinsames Tarifangebot für Fach- und Berufsschülerinnen und -schüler sowie Auszubildende schaffen, damit diese für 365 Euro im Jahr im HVV-Großbereich mobil sein können: das HVV- Jugendticket.

Darüber hinaus werden wir die Schülerinnen und Schüler in der kommenden Legislaturperiode schrittweise von den Kosten des ÖPNV befreien und ein kostenloses HVV-Schülerticket einführen. So können junge Menschen aktiver und eigenständiger unterwegs sein – und das kostenlos, umweltbewusst und nachhaltig und unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern! Deshalb ist dieses Ticket auch ein wichtiger Beitrag für die Familienfreundlichkeit der Stadt und wird Familien finanziell erheblich entlasten.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen wir dadurch entlasten, dass wir das HVV-Profiticket ausweiten. Insbesondere kleinere Unternehmen mit wenigen Beschäftigten haben bisher keinen Zugang zu diesem Tarifangebot. Auch für diese wollen wir deshalb eine Möglichkeit schaffen, dem Profiticketverbund ab dem oder der ersten Beschäftigten beizutreten.

Im öffentlichen Dienst der Stadt Hamburg haben bislang erst rund 26 Prozent der Beschäftigten ein HVV-Profiticket. Wir wollen diesen Anteil deutlich steigern und prüfen hierfür, steuerfreie Fahrgeldzuschüsse einzuführen bzw. diese zu erhöhen. Auch mit Blick darauf, private Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zu motivieren, diesem Beispiel zu folgen und so deutlich mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein günstiges Jobticket anzubieten.

Es gehört zum Grundverständnis unserer sozialdemokratischen Politik, dass Mobilität einen wichtigen Beitrag zur sozialen Teilhabe leistet. Deswegen wollen wir Sozialticketlösungen für Menschen ohne oder mit sehr geringen Einkommen entwickeln.

Ausbau von U-Bahn und S-Bahn

Wir haben 2011 eine neue Dekade des Schnellbahnausbaus eingeleitet. Mit neuen Stationen und Schnellbahnlinien bekommen zehntausende Hamburgerinnen und Hamburger erstmals einen direkten Zugang zum Schnellbahnnetz.

Mit der Verlängerung der U4 auf den Kleinen Grasbrook und auf die Horner Geest, der neuen U5 von Bramfeld über Steilshoop in die City und in den Hamburger Westen, der S21 nach Kaltenkirchen und der S4 nach Bad Oldesloe, mit dem Bau zusätzlicher Haltestellen (U Oldenfelde, S Elbbrücken und S Ottensen), mit der S32 als dritter S-Bahn-Linie nach Harburg schaffen wir 100 Kilometer zusätzliche Schnellbahnlinien und die Voraussetzungen für deutlich mehr Verkehr auf der Schiene.

Wir werden uns außerdem weiter dafür einsetzen, dass die Deutsche Bahn und der Bund ihren Investitions- und Sanierungsverpflichtungen im Hamburger S-Bahnnetz nachkommen. Es ist unser Anspruch, die Störanfälligkeit so weit wie möglich zu begrenzen, damit sich die Hamburgerinnen und Hamburger darauf verlassen können, zu geregelten Fahrzeiten zur Arbeit, nach Hause oder ins Theater zu kommen.

S4: Für die neue S-Bahn-Linie S4 von Altona nach Bad Oldesloe ist die Planung weitestgehend abgeschlossen. Hinsichtlich der Finanzierung wurde eine Einigung mit dem Bund und Schleswig- Holstein erzielt. 2020 soll mit dem Bau begonnen werden und 2025 eine Teilinbetriebnahme bis Rahlstedt erfolgen. Damit verbessern wir die Erreichbarkeit des Nordostens der Stadt erheblich.

U5/S32-West: Mit der U5 bekommt Hamburg eine ganz neue, vollautomatische U-Bahn-Linie. Die neue Verkehrs- und Lebensader wird quer durch Hamburg Stadtteile verbinden, die bisher noch keinen direkten U-Bahn-Anschluss haben. Im ersten Abschnitt Bramfeld – Steilshoop – Barmbek-Nord – City-Nord streben wir für Ende 2021 den Baubeginn an. Im weiteren Verlauf soll die U5 über Winterhude/Uhlenhorst, die Innenstadt, Universität, Hoheluft und Lokstedt bis zu den Arenen verlaufen. Die Anbindung des Hamburger Westens (Bahrenfeld/“Science City“, Lurup, Osdorfer Born) wird über eine neue S-Bahn-Strecke (S32-West) erfolgen, die an der Station Holstenstraße ausfädelt.

Verlängerung U4 auf die Horner Geest und auf den Kleinen Grasbrook: Ende 2018 wurde die Verlängerung der U4 bis zu den Elbbrücken in Betrieb genommen. Im Zusammenhang mit der Entwicklung des Kleinen Grasbrooks wollen wir die U4 bis dorthin planen. Für die östliche Richtung der Linie wurden die Planungen für eine Verlängerung der U4 von der Horner Rennbahn auf die Horner Geest mit den Haltestellen Stoltenstraße und Dannerallee abgeschlossen. Anfang 2020 beginnen hier die Bauarbeiten. Mitte der 2020er Jahre wollen wir die U4 in Richtung Horner Geest in Betrieb nehmen.

S21 nach Kaltenkirchen: Wir wollen die AKN-Strecke nach Kaltenkirchen umfassend elektrifizieren und dann eine S-Bahn-Linie S21 nach Kaltenkirchen schaffen. Für die Hamburger Stadtteile Eidelstedt und Schnelsen verbessert sich so die Verbindung in die Hamburger Innenstadt. Auf Hamburger Gebiet liegt das Baurecht seit 2018 vor. Gemeinsam mit Schleswig-Holstein wollen wir 2023 mit dem Umbau beginnen, um zügig den Bahnbetrieb aufzunehmen.

S1 und S11: Wir wollen die S11 zu einer vollwertigen S-Bahn-Linie machen, die nicht nur in der Hauptverkehrszeit fährt. Der Betrieb der S11 wird im Rahmen der HVV-Angebotsoffensiven ausgeweitet und mit mehr Vollzügen ausgestattet. Für den Streckenabschnitt von Blankenese nach Wedel wollen wir langfristig einen zweigleisigen Ausbau voranbringen, um den 10-Minuten-Takt auszuweiten und Verspätungen im S-Bahn-Netz zu reduzieren.

S3, S31 und S32-Süd (Harburger S-Bahn): Mit der S32 soll von und nach Harburg eine dritte S-Bahn- Linie in einem Zehn-Minuten-Takt verkehren. Um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten, sind auf der Strecke zusätzliche Weichen und Signale und ein modernes Stellwerk erforderlich. Wir sorgen dafür, dass die Deutsche Bahn zügig die Voraussetzungen dafür schafft, dass der Betrieb der S32 Richtung Harburg aufgenommen werden kann. Bis die Arbeiten abgeschlossen sind, werden wir auf der Linie S3 den Einsatz von 9- statt 6-Wagen-Zügen ausweiten, um so die Anbindung des Süderelberaums an die Innenstadt zu verbessern.

S21 und S2 (Bergedorfer S-Bahn): Die Menschen im Bezirk Bergedorfer S-Bahn brauchen eine leistungsfähige S-Bahnanbindung. Den Betrieb der S2, bislang nur Verstärkerlinie, werden wir kontinuierlich ausweiten und mit mehr Vollzügen ausstatten. Unser Ziel ist es, die S2 zu einer vollwertigen S-Bahn-Linie zu machen, die nicht nur in den Hauptverkehrszeiten fährt. Außerdem wollen wir auf der S2 den Einsatz von 9-Wagen-Zügen ermöglichen. Hierfür ist eine Anpassung der Infrastruktur (Stromversorgung) notwendig.

Neue Haltestellen: Die neue Haltestelle S Ottensen befindet sich bereits im Bau und wird 2021 eröffnet sein. Auf der Linie U3 werden wir den Bau einer zusätzlichen Haltestelle an der Fuhlsbüttler Straße umsetzen.

Hamburg als sichere Fahrradstadt

Immer mehr Menschen in unserer Stadt nutzen das Fahrrad zum Einkaufen, auf dem Weg zur Arbeit und in der Freizeit. Wir haben deshalb 2011 damit begonnen, Hamburg zu einer fahrradfreundlichen Stadt zu machen und dafür in den letzten Jahren 30 bis 40 Kilometer neue komfortable Radwege jährlich gebaut. Diesen erheblichen Ausbau des Radverkehrs werden wir fortsetzen.

Abhängig von der konkreten Situation vor Ort bauen und sanieren wir sowohl Radfahrstreifen als auch Schutzstreifen und klassische Radwege. An gefährlichen Stellen werden wir baulich getrennte Radwege, sogenannte „Protected Bike Lines“, bauen. Ebenso werden wir den Bau der Fahrradachsen beiderseits der Außenalster weiter vorantreiben und die noch bestehenden Lücken schließen, so dass eine leistungsfähige Infrastruktur für den wachsenden Radverkehr aus den Bezirken Eimsbüttel und Hamburg-Nord in die Innenstadt zur Verfügung steht – mit Vorfahrt für den Radverkehr. Dazu gehört auch ein flächendeckendes Velo- Routen-Netz, mit dem Fahrradfahrer auf längeren Distanzen sicher, schnell und komfortabel quer durch die Stadt kommen.

Vor allem steht für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten die Alltagstauglichkeit des Ausbaus des Radverkehrs besonders im Fokus: die Erreichbarkeit der Ortszentren, um zum Beispiel gut mit dem Fahrrad vom eigenen Zuhause zum Einkaufen zu kommen, und die Erreichbarkeit der Haltestellen von U- und S-Bahnen, um bequem und sicher auch per Fahrrad Anschluss an das schienengebundene Nahverkehrsnetz zu erhalten

Dort, wo es sinnvoll und erforderlich ist, werden wir auch Fahrradstraßen bauen, bei denen die Fahrbahn in erster Linie für den Radverkehr ausgewiesen ist. Für Anwohnerinnen und Anwohner, Besucherinnen und Besucher sowie Lieferverkehre wird das Autofahren dort weiterhin möglich sein.

In den nächsten Jahren werden wir das StadtRAD-Netz um 145 Stationen erweitern und auf das gesamte Stadtgebiet ausdehnen. 12.000 zusätzliche Fahrradstellplätze werden an U- und S-Bahnhöfen geschaffen. Damit werden zukünftig nahezu alle Stadtteile und Ortszentren über eine StadtRAD-Station verfügen.

Mit einem eigenen Bike+Ride-Konzept machen wir die Kombination von Fahrrad mit Bus-und Bahn noch komfortabler. Bis 2025 wird die Zahl der Fahrradstellplätze auf insgesamt 28.000 wachsen. An vielen Haltestellen sind die neuen Anlagen bereits heute sichtbar und nutzbar. Wir fördern außerdem den Bau von mehr privaten Radhäuschen als diebstahlsichere und regenfeste Unterbringungsmöglichkeit von Fahrrädern für Anwohnerinnen und Anwohner.

Mit dem Bau eines Radschnellwegenetzes werden wir unsere Velorouten mit den Umlandgemeinden in den Metropolregionen verknüpfen.

Ausbau von Elektromobilität und Wasserstoffantrieb

Neue Antriebe wie batteriebetriebene oder durch Wasserstoff angetriebene Motoren sind die Zukunft des Straßenverkehrs. In Hamburg gibt es bereits rund 1.000 Ladepunkte für Elektromobilität. Hamburg ist damit Spitzenreiter in Deutschland. Aber es muss weiter voran gehen. Wir werden mehr E-Ladesäulen schaffen und das Angebot von Wasserstofftankstellen ausweiten.

Elektrofahrzeuge werden auch von Privatpersonen genutzt, allerdings finden sich in privaten Garagen bisher wenige Möglichkeiten zum Anschluss von Wallboxen oder vergleichbaren Lademöglichkeiten. Wir wollen die Ladeinfrastruktur auch in privaten Garagen ermöglichen und werden uns bei zukünftigen Bauvorhaben für die hinreichende Anschlusskapazität der Stromladungen einsetzen. Den (nachträglichen) Einbau von Ladeinfrastruktur in privaten Garagen wollen wir fördern, bzw. rechtlich absichern.

Auch unser Busverkehr wird leise und emissionsfrei: Bei den städtischen Busunternehmen HOCHBAHN und VHH werden ab 2020 nur noch emissionsfreie Busse angeschafft. Hierfür wurden 2019 im Gleisdreieck Alsterdorf der erste vollelektrische Busbetriebshof der Hochbahn eröffnet und die erste Elektrobus-Werkstatt des VHH in Hamburg-Bergedorf in Betrieb genommen. In den nächsten Jahren werden alle Busbetriebshöfe für die E-Mobilität aus- und umgebaut.

Wir haben mit den Mobilitätsanbietern der Stadt vereinbart, dass bei ihren CarSharing-Angeboten Fahrzeuge mit Elektromotoren eingesetzt werden; die Umstellung läuft bereits. Gleiches gilt für die Deutsche Post/DHL, mit der die Stadt eine Vereinbarung über die Umstellung der Zustellflotte auf Elektroantrieb getroffen hat.

Auch bei unserem städtischen Fuhrpark werden wir künftig verstärkt auf CO2-freundliche Antriebstechnik setzen. Mit einem Förderprogramm wollen wir erreichen, dass auch die Hamburger Taxiflotte auf elektrischen Antrieb umgestellt wird.

Erweiterung der Bahnhöfe

500.000 Menschen nutzen den Hamburger Hauptbahnhof jeden Tag. Damit ist er der meistgenutzte Bahnhof Deutschlands und steht nach dem Pariser Nordbahnhof an zweiter Stelle in Europa. Deshalb muss er zukunftsfähig weiterentwickelt werden.

Wir unterstützen daher die Pläne der Deutschen Bahn AG zur Erweiterung des Hamburger Hauptbahnhofs. Zur Verbesserung der Fahrgastströme soll der Hauptbahnhof Richtung Süden ausgebaut werden. Hierfür erneuern wir die Steintorbrücke, die zukünftig überdacht wird und Zugänge zu den Bahnsteigen erhalten soll. HVV-Busse werden dann direkt auf der Steintorbrücke halten und kurze Wege in den Hauptbahnhof ermöglichen. Wir werden mit der Deutschen Bahn einen städtebaulich-architektonischen ldeenwettbewerb für die Erweiterung des Hauptbahnhofs durchführen.

Um den Fernverkehr leistungsfähiger und zuverlässiger zu machen, verlagert die Deutsche Bahn ihren Fernbahnhof Altona zum Diebsteich. Wir unterstützen diese Planung und wollen das Gebiet Mitte-Altona in diesem Zusammenhang neu entwickeln. Am Diebsteich soll nicht nur ein moderner neuer Bahnhof entstehen, sondern wir wollen zugleich das gesamte Umfeld aufwerten und für zukunftsweisende Wohnviertel entwickeln.

Wir bauen das Angebot an P+R-Stellplätzen weiter bedarfsgerecht aus. Pendler, die aus dem Umland kommen, sollen möglichst frühzeitig auf die Bahn umsteigen, am Stadtrand oder sogar außerhalb. Die P+R-Gebühren werden für mehr Sicherheit und Sauberkeit in den P+R-Anlagen eingesetzt. Für Pendler haben wir den Preis der Jahreskarte halbiert.

Nachbarschaftsverträglicher Flughafen

Der Hamburger Flughafen ist ein wichtiger Standortfaktor für die Wirtschaft, die Wissenschaft und die Kultur in unserer Stadt. Der Flughafen trägt mit zahlreichen Direktflügen zur Attraktivität unserer Stadt bei. Er ist und bleibt wichtig für Hamburg als Standort für die Luftfahrtindustrie.

Wir unterstützen die Modernisierung des Flughafens, um mehr Platz und Komfort für die Passagiere zu schaffen. Die heutigen Betriebsregeln und die Betriebszeiten wollen wir beibehalten.

Ein Stadtflughafen ist besonders auf einen breiten Grundkonsens in der Stadt und im Umland angewiesen. Wir kümmern uns auch um die Lebensqualität in den Stadtteilen, die die Auswirkungen des Flugbetriebes besonders stark spüren. Das Lärmkontingent ist für den Flughafen festgeschrieben und gedeckelt. Im Zusammenhang mit der Verlängerung des Erbbaurechtsvertrags wurden mit dem Flughafen zum Klima-und Lärmschutz verbindliche und zum Inkrafttreten des neuen Erbbaurechtsvertrages 2021 umzusetzende Verpflichtungen vereinbart. Dazu gehören Lärmausgleichszahlungen, Klimaneutralität des Flughafenbetriebs sowie der Einsatz von nachhaltigem Treibstoff und eigenen Mitteln des Flughafens zum Lärmschutz an Wohngebäuden.

Wir wirken konsequent auf die Reduzierungen von Verspätungen in den Abendstunden hin, um die Belastungen für das Wohnumfeld zu minimieren.

In diesem Sinne setzen wir uns auch weiterhinauf Bundesebene mit Nachdruck dafür ein, dass die deutsche und internationale Flugsicherung personell verstärkt und organisatorisch optimiert wird.

Im Umfeld des Flughafens wollen wir das Bewohnerparken weiter ausbauen, damit die Wohnquartiere nicht zugeparkt werden. Unser Ziel ist es, die Anwohnerinnen und Anwohner weiter zu entlasten. Wir prüfen daher die Möglichkeit, Flugtickets mit einer HVV- Einzelfahrkarte zu kombinieren (analog zu Konzert- und Musicalveranstaltungen) um so die An- und Abreise zum Flughafen insbesondere mit der S-Bahn zu fördern.

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